DIE FÖRDERGESELLSCHAFT
Die Fördergesellschaft
wurde am 27. Juni 2003 im Museum Baden gegründet und ist seit dem 2.10.2003
beim Amtsgericht Solingen im Vereinsregister unter der Nr. 1684 eingetragen.
Seit dem 15.12.2003 ist die Fördergesellschaft vom Finanzamt Olpe als
gemeinnützig anerkannt. Die Idee einer Fördergesellschaft entstand angesichts ausbleibender Hilfszusagen staatlicherseits im Vorfeld der Stiftungserrichtung. Die Fördergesellschaft trat zum einen mit der Intention an, aus Einsicht in eine kunst-historische Notwendigkeit Interesse für ein „Museum für verfemte Kunst“ zu wecken und zum andern darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht nur Aufgabe einzelner interessierter Bürger sein kann, mittels einer Stiftung eine solche Institution zu errichten.
Die Resonanz
war für die Initiatoren überraschend. Bis zum Gründungstermin waren aus
allen Regionen Deutschlands über 80 Interessierte bereit, dieser
Fördergesellschaft beizutreten. Mittlerweile ist der Mitgliederstand auf 116
gewachsen. Die Aufgabe der Fördergesellschaft liegt nach der allein aufgrund bürgerlichen Engagements errichteten Stiftung in ihrer Anfangsphase zunächst darin, das Arbeiten mit dem Kunstbesitz der Stiftung in Form von Ausstellungen und Veröffentlichungen zu unterstützen. Dazu reicht das bislang vorhandene ertragbringende Kapital der Stiftung – vorerst - nicht aus. Zugleich richtet die Fördergesellschaft durch ihre Existenz und Unterstützungsaktionen der Stiftung einen Appell an die Öffentlichkeit:
Sie sieht sich in der Verpflichtung, die entsprechenden Institutionen des Staates darauf aufmerksam zu machen, dass sie aus ihrer historischen Verantwortung gegenüber der Kunst nicht entlassen werden können. Im Verlauf des 20sten Jahrhunderts zeitigten mehrfache staatliche Bevormundung und staatliche Eingriffe erhebliche Auswirkungen auf die aus freiem Geist geschaffene Kunst bis hin zur Existenzgefährdung vieler Künstler. Nicht selten machten die Zeitumstände Künstler zu exponierten Vertretern der Freiheit und des schöpferischen Individuums, vor allem unter den extremen Bedingungen der Nazidiktatur und den Fesseln eines eingeforderten „sozialistischen Realismus“ in der DDR. Die Erinnerung an ihre Leistung und ihr Beispiel wach zu halten, ist eine Aufgabe, die der Staat „nachwachsenden Generationen“ schuldet, „die sich mit deutscher Kunst und Geschichte vertraut machen wollen.“ Die Fördergesellschaft will dazu beitragen, diese Aufgabe staatlicherseits anzumahnen und einzufordern.
Schließlich richtet
sich die Fördergesellschaft an jedermann, der die Errichtung und den
Unterhalt eines Museums für verfemte Kunst bzw. in seiner Endstufe eines
Zentrums der verfemten Künste (siehe Seite STIFTUNG) in unserer Gesellschaft
als notwendige Bereicherung ansieht und dieses Anliegen finanziell begleiten
und unterstützen möchte. |